Do 09.11.2017 18:00 Alter: -107 days

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Kategorie: November, Verschiedenes

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz  Deutschland die Synagogen in Brand gesteckt, vor allem durch Angehörige von SA und SS. Was wie eine spontane Reaktion der Deutschen auf die Ermordung eines deutschen Legationsrats in Paris durch einen verzweifelten jüdischen Jugendlichen dargestellt wurde, war in Wirklichkeit ein längst geplantes Fanal zum endgültigen Ausschluss der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben und letztlich aus dem Leben überhaupt. 91 Juden wurden in dieser Nacht ermordet, Geschäfte demoliert und geplündert, ebenso wie manche Privatwohnungen. Durch die Ausschreitungen kamen in der Folge weitere 1300 Menschen ums Leben. Die meisten Männer wurden danach für unterschiedlich lange Zeit in Konzentrationslager gebracht und dort misshandelt, um sie dadurch zur Auswanderung zu bewegen, allerdings bei Beschlagnahme ihres  Vermögens. Jüdisches Leben und jüdische Kultur sollten aus Deutschland verschwinden.
Dieser Ereignisse und ihrer Folgen wollen wir am 9. November auf verschiedene Weise gedenken: Nach dem Kulturprogramm im Klösterchen(Näheres entnehmen Sie der Tagespresse) gehen wir schweigend zum Mahnmal vor dem Rathaus. Hier werden wie seit der Errichtung des Mahnmals im Jahre 2004 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath Ergebnisse der Erforschung des Schicksals von Herzogenrather Juden oder Texte zu bestimmten Aspekten der Entrechtung von Menschen im Dritten Reich vortragen. Danach hält der Bürgermeister eine Ansprache, fordert zu einer Schweigeminute auf und legt Blumen am Mahnmal nieder.
Veranstalter:
Soziokulturelles Zentrum "Klösterchen",
Arbeitskreis "Wege gegen das Vergessen",
Stadt Herzogenrath

Donnerstag 9. November 2016   18.00 Uhr Kulturprogramm im Klösterchen
anschließend Schweigemarsch zum Mahnmal vor dem Rathaus